Wie läuft die Hauptphase der QA ab?

 

Die Qualitätsanalyse (QA) ist in eine Vorphase und eine Hauptphase gegliedert. Von Beginn an sind neben der Schule und dem QA-Team auch die Schulaufsicht und ggf. die Fortbildung einbezogen.

Elemente der Hauptphase

Hauptphase Elemente
Hauptphase Elemente

 

-       Einleitung der Hauptphase

-       Dokumentenabgabe

-       Planungsgespräch

-       ggf. Schulrundgang

-       Information der Schulöffentlichkeit in der Hauptphase

-       Schulbesuch 

-       Bericht zur QA

-       Übergabegespräch (in der Regel)

Einleitung der Hauptphase

 

Die Hauptphase der Qualitätsanalyse wird durch eine schriftliche Information an die Schule etwa zwölf Schulwochen vor dem Schulbesuch eingeleitet. Gleichzeitig werden die kirchliche Schulaufsicht und die Schwerbehindertenvertretung benachrichtigt. 

Für die Schule steht das Portfolio Teil II für die Hauptphase sowie das im Abstimmungsgespräch vereinbarte schulspezifische Analysetableau bereit. Das QA-Team nimmt telefonisch Kontakt mit der Schulleitung auf und bespricht Verfahrensfragen, thematisiert wird u. a. die Frage, welche der schulinternen Lehrpläne dem QA-Team vorgelegt werden. Darüber hinaus werden die Termine für das Planungsgespräch, die Informationsveranstaltung und ggf. den Schulrundgang abgestimmt.

 

 

Dokumentenabgabe

 

Die Schule bearbeitet bis spätestens sechs Schulwochen vor dem Schulbesuch das Portfolio-Teil II und stellt die Grundlagendokumente sowie ggf. weitere vereinbarte Dokumente bereit (TUQAN). 

Das Portfolio-Teil II enthält Angaben zum Schulstandort, zu Schulentwicklungsprozessen, Fortbildungen und zur Evaluation. Die schulischen Dokumente umfassen die Grundlagendokumente Schulprogramm, Fortbildungsplanung, schulpastorales Konzept, Grundsätze der Leistungsbewertung und ausgewählte Lehrpläne einschließlich desjenigen für das Fach Katholische Religion. Soweit im Abstimmungsgespräch in der Vorphase entsprechende Vereinbarungen zur Gestaltung der Hauptphase getroffen wurden, gehören ggf. weitere Dokumente zu den schulischen Dokumenten. Dem QA-Team werden darüber hinaus die für die organisatorische Planung des Schulbesuchs notwendigen Informationen zum Stundenplan und zu den Raumplänen der Schule übermittelt.

 

 

Planungsgespräch

 

Etwa vier Schulwochen vor dem Schulbesuch findet ein Planungsgespräch statt, an dem das QA-Team, die Schulleitung und nach Absprache ggf. weitere schulische Personen teilnehmen. Im Planungsgespräch werden konkrete Absprachen für die Schulbesuchstage getroffen.

 

 

Schulrundgang

 

Sofern im Abstimmungsgespräch ein Schulrundgang vereinbart wurde, wird dieser im Anschluss an das Planungsgespräch oder im Rahmen der Schulbesuchstage durchgeführt. Vertreterinnen oder Vertreter des Schulträgers nehmen an dem Schulrundgang teil. Im Anschluss an den Schulrundgang kann das QA-Team ein Interview mit der Vertretung des Schulträgers führen.

 

 

Information der Schulöffentlichkeit in der Hauptphase

Information der Schulöffentlichkeit
Information der Schulöffentlichkeit

 

In der Regel findet am Tag des Planungsgespräches eine Informationsveranstaltung zur Qualitätsanalyse statt, zu dem die Schulleitung die Schulöffentlichkeit einlädt. Im Rahmen dieser Veranstaltung stellt das QA-Team die Ziele und Verfahren der Qualitätsanalyse sowie Abläufe der Schulbesuchstage vor. Sie nimmt Bezug auf die Vereinbarungen, die mit den schulischen Gruppen im Abstimmungsgespräch getroffen wurden.

 

 

Schulbesuch

Unterrichtsbesuch
Unterrichtsbesuch

 

An den Schulbesuchstagen setzt das QA-Team verschiedene standardisierte Verfahren und Instrumente zur Erfassung und Einschätzung der Analysekriterien ein. 

Schwerpunkt des Schulbesuchs, der in der Regel vier Tage umfasst, sind die Unterrichtsbeobachtungen von jeweils 20 Minuten bei mindestens der Hälfte der Lehrkräfte. Erforderlich ist auch an kleineren Schulen eine Mindestanzahl von 20 Unterrichtsbeobachtungen. Das QA-Team gewinnt konkrete Einblicke in die Gestaltung des Lehrens und Lernens und hält die Beobachtungen in einem standardisierten Unterrichtsbeobachtungsbogen (UBB) fest. Die Unterrichtsbeobachtungen geben Aufschluss über die Qualität des Unterrichts an der Schule auf systemischer Ebene. Eine personenbezogene Auswertung oder Rückmeldung an einzelne Lehrkräfte findet nicht statt, da der Unterrichtsbeobachtungsbogen nicht darauf ausgelegt ist.

 

 

Neben den Unterrichtseinsichtnahmen führt das QA-Team leitfadengestützte Interviews mit Vertretungen aller schulischen Gruppen durch (Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtige, Lehrkräfte, weiteres schulisches Personal, Schulleitung, Verantwortliche für Schulpastoral, Duale Partner). Schwerpunkte der Interviews sind die konkreten Erfahrungen, die Beteiligungsmöglichkeiten und die Erwartungen der jeweiligen Personengruppe in Bezug auf das Leben und Lernen an der einzelnen Schule.

Am Ende der Schulbesuchstage folgt eine auf die Entwicklungsstände dieser Schule bezogene Einschätzung der im jeweiligen Analysekriterium im Fokus stehenden Merkmale. Dabei nimmt das QA-Team zu jedem einzelnen Analysekriterium des schulspezifischen Analysetableaus eine Einschätzung vor. Jedes Analysekriterium ist mit aufschließenden Hinweisen inhaltlich konkretisiert und erläutert. Diese abschließende Einschätzung nimmt das QA-Team auf der Grundlage der gewonnenen Informationen und Daten aus der Dokumentenanalyse, den leitfadengestützten Interviews sowie den Unterrichtsbeobachtungen vor. Ebenso formuliert das QA-Team bestehende tragfähige Grundlagen der Schule und deren Entwicklungspotentiale. 

Die Schulbesuchstage schließen mit mündlichen Rückmeldungen zu den Ergebnissen ab. Das QA-Team gibt zunächst der Schulleiterin bzw. dem Schulleiter und anschließend den Mitgliedern des Lehrerkollegiums eine mündliche Rückmeldung zu den Ergebnissen. An beiden Rückmeldungen nimmt die zuständige kirchliche Schulaufsicht des (Erz-)Bistums oder des Schulträgers teil. Die Ergebnisse der QA werden auf der Grundlage des Qualitätstableaus NRW ergänzt um den Inhaltsbereich K: Katholisches Profil und des schulspezifischen Analysetableaus dargestellt. In den Rückmeldungen finden die im Abstimmungsgespräch formulierten Themen und Fragestellungen der Schule Berücksichtigung und werden exemplarisch mit den Einschätzungen zum Entwicklungsstand der im jeweiligen Analysekriterium im Fokus stehenden Merkmale präsentiert.

Neben den mündlichen Rückmeldungen an Lehrkräfte und Schulleitung erhält die Schule einen schriftlichen Bericht zur Qualitätsanalyse und führt in der Regel ein Übergabegespräch mit dem QA-Team.

Ziel des gesamten Rückmeldeprozesses ist es, die Daten und Ergebnisse vor dem Hintergrund der jeweiligen schulischen Bedingungen auszuwerten, mit den eigenen Erfahrungen, Überzeugungen und Konzepten abzugleichen und zu interpretieren. Die Schule erkennt in der gemeinsamen Auseinandersetzung Perspektiven, Zusammenhänge und Ansatzpunkte für die eigenverantwortliche Schulentwicklung. Damit werden nachhaltige Veränderungen angestoßen.

 

Bericht zur QA

Titelblatt QA-Bericht
Titelblatt QA-Bericht

 

Innerhalb von neun Wochen nach dem Schulbesuch erhält die Schule den abschließenden Bericht zur Qualitätsanalyse, der eine detaillierte Arbeitsgrundlage für die weitere schulische Qualitätsentwicklung und -sicherung darstellt. Der Bericht kombiniert die Darstellung von Daten und Einschätzungen aus dem Analyseverfahren mit impulsgebenden Hinweisen. Er stellt Bezüge zu den Themen und Fragestellungen der Schule her und zeigt systemische Zusammenhänge auf. Auf dieser Basis sollen die verschiedenen Akteure gemeinsam begründete Entscheidungen für die weitere schulische Qualitätsentwicklung treffen und diese Prozesse nachhaltig wirksam anlegen. 

Es ist Aufgabe der Schulleitung, den vollständigen Bericht allen Gremien in der Schule zeitnah nach Erhalt zur Verfügung zu stellen und Möglichkeiten zur innerschulischen Diskussion bzw. Maßnahmenplanung zu geben. Im Dialog mit der kirchlichen Schulaufsicht des (Erz-)Bistums oder des Schulträgers legt die Schule im Anschluss daran verbindliche Schritte und Planungen zur Schul- und Unterrichtsentwicklung in einer gemeinsamen Zielvereinbarung fest.

 

 

 

Übergabegespräch

 

Ein Angebot am Ende der Hauptphase ist das Übergabegespräch, dessen Ziel es ist, in einem ersten Schritt die Fortsetzung der schulischen Entwicklungsprozesse auf Basis der Ergebnisse der Qualitätsanalyse und mit Blick auf die nachfolgenden Zielvereinbarungen zu unterstützen. Mehrere Schulträger Katholischer Schulen in Freier Trägerschaft haben das Übergabegespräch verbindlich vorgeschrieben oder eine dringliche Empfehlung ausgesprochen. Die während der Qualitätsanalyse erhobenen Daten zum aktuellen Stand der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die festgestellten tragfähigen Grundlagen und Entwicklungspotentiale der Schule bilden den Ausgangspunkt des Gesprächs und werden somit zeitnah nutzbar gemacht. Die kirchliche Schulaufsicht ist sowohl in die Vorbereitung als auch in die Durchführung des Übergabegesprächs eingebunden. 

Das Übergabegespräch dient der verbesserten Nachhaltigkeit des QA-Verfahrens und ist ein zusätzliches Verfahrenselement, das bereits zu Beginn des QA-Prozesses mitgedacht und mitgeplant werden kann. Es findet etwa sechs Wochen nach Erhalt des endgültigen Berichts zur Qualitätsanalyse statt. Die Einladung erfolgt damit durch die Schule. Teilnehmende sind Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen schulischen Gruppen, das QA-Team und die Kirchliche Schulaufsicht. Auf Wunsch der Schule können auch Personen aus dem Bereich Fortbildung bei der Durchführung des Übergabegesprächs mit einbezogen werden. Die Absprachen zur Terminierung, zum Teilnehmerkreis sowie zu Ablauf und Gestaltung erfolgen zwischen Schulleitung, kirchlicher Schulaufsicht und QA-Team.