Hauptphase

Das Verfahren ist in eine Vor- und eine Hauptphase untergliedert.

Die Hauptphase hat sich im Vergleich zur bisher geübten Praxis im Ablauf nur wenig verändert.

Spätestens sechs Wochen vor dem Schulbesuch reicht die Schule das Portfolio II (kurze Selbstauskunft, Pflichtdokumente: Schulprogramm, Fortbildungsplanung, Grundsätze zur Leistungsbewertung sowie ausgewählte Lehrpläne und ggf. im Abstimmungsgespräch festgelegte Dokumente) sowie die für die Hospitationsplanung notwendigen Stunden- und Raumpläne ein.

In einem Planungsgespräch werden alle Absprachen zu den Schulbesuchstagen zwischen dem Qualitätsteam und der Schulleitung getroffen. Im Anschluss daran kann auch ein Interview mit dem Schulträger stattfinden. Wenn dies im Abstimmungsgespräch so festgelegt wurde, kann nach dem Planungsgespräch außerdem eine Gebäudebegehung und eine ausführliche Information der Schulgemeinde über das Gesamtverfahren durchgeführt werden.

Zu dem Schulrundgang werden die  Vertreterinnen bzw. Vertreter des Schulträgers von der Schulleitung eingeladen. Die Schulleiterin bzw. der Schulleiter führt durch die Schule. Auch die Hausmeisterin/ der Hausmeister und die/ der Sicherheitsbeauftragte bzw. die/ der Gefahrstoffbeauftragte sowie die Schwerbehindertenbeauftragten der Mitarbeitervertretung können am Rundgang teilnehmen.

Beim Rundgang werden folgende Bereiche besonders in den Blick genommen: Unterrichtsräume (exemplarisch), Fachräume, ggf. Schulkapelle/Raum der Stille, Sportstätten, Räume für Betreuungs- und Ganztagsangebote, Verwaltungsräume, Sanitäranlagen und das Schulgelände.

Die Qualitätsprüferin bzw. der Qualitätsprüfer sowie ggf. ein weiteres Mitglied des Qualitätsteams verschaffen sich einen Eindruck, ob der Unterricht nach aktuellen didaktisch-methodischen Standards durchgeführt werden kann und wie die Schule ihre Gestaltungsmöglichkeiten im Gebäude und Gelände nutzt.

Einige Wochen später erfolgt der Schulbesuch mit drei bis vier Hospitationstagen:

Das Qualitätsteam setzt an den Schulbesuchstagen verschiedene standardisierte Verfahren und Instrumente zur Erfassung und Bewertung der schulischen Qualität ein.

An zwei bis drei Tagen gibt es vormittags im 20-Minuten-Takt Unterrichtsbesuche, ausführliche getrennte Interviews mit allen an der Schule beteiligten Gruppen: Schülern, Eltern, Lehrern, Schulseelsorger, Schulleitung und nicht-unterrichtendem Personal wie Sekretär/in und Hausmeister/in. Am letzten Besuchstag gibt es eine mündliche Rückmeldung, jeweils für die Schulleitung in Anwesenheit des Schulträgers und für die Lehrerinnen und Lehrer. Der ausführliche schriftliche Bericht folgt sechs Wochen später.

Der Bericht ist allen schulischen Gremien innerhalb einer Woche zur Verfügung zu stellen. Die Schulleitung soll diesen Gremien darüber hinaus zeitnah die Möglichkeit zu einer innerschulischen Diskussion und Maßnahmenplanung geben. Im Anschluss daran werden dann mit der Schulformaufsicht, die an Katholischen Schulen der Schulträger wahrnimmt, Zielvereinbarungen getroffen. Hier werden verbindlich Schritte und Planungen zur weiteren Schul- und Unterrichtsentwicklung getroffen.

Das seit dem Schuljahr 2013/14 veränderte Verfahren der Qualitätsanalyse sieht eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung der Schulen vor: das so genannte  fakultative Erläuterungsgespräch. Hierbei handelt es sich um ein Angebot, wenn Schulen diese Unterstützung wünschen, um Fragen, die sich aus der Auseinandersetzung mit dem Qualitätsbericht ergeben, zu beantworten sowie Daten und Impulse im Hinblick auf den Zielvereinbarungsprozess zu interpretieren. Wenn also von der Schulleitung gewünscht, kann sechs Wochen nach Erhalt des Qualitätsberichtes das Erläuterungsgespräch mit den Qualitätsprüfern stattfinden. Hierzu kann die Schulleitung maximal 12 Personen einladen, wie z.B. Vertreter der Lehrkräfte, der Eltern, der Schülerschaft, die zuständige Schulformaufsicht, den Schulträger oder/und Vertreter/in von Fortbildungs- oder Unterstützungseinrichtungen.

Geleitwort QB 7

Die Eigenprägung Katholischer Schulen in Freier Trägerschaft
Mit dem Schulgesetz vom 27. Juni 2006 wurde die Qualitätsanalyse NRW als zentrales Instrument zur Entwicklung und Sicherung der Qualität von Schulen in Nordrhein-Westfalen landesweit eingeführt. mehr...